So ein (Un)Glück... ich darf im Home-Office arbeiten
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So ein (Un)Glück… ich darf im Home-Office arbeiten

Das kann wirklich ein Glück sein, aber auch das größte Unglück, dass dir passieren kann. Ich habe die Chance genau das in meiner Arbeit machen zu können… Mich immer wieder neu für das Home-Office entscheiden zu dürfen, eigentlich täglich. Und noch zusätzlich darf ich als Nomade arbeiten, also genau da wo ich mich wohlfühle oder wo ich gerade bin. Doch Home-Office ist nicht nur positiv… obwohl es im Moment einfach in aller Munde ist und über den grünen Klee gelobt wird.

Achte auf deine Arbeitszeit

Achte auf deine Arbeitszeit

Eines der größten Probleme ist die Arbeitszeit. Denn wenn du dir selbst nicht die Zügel anlegst läuft das ziemlich schnell aus dem Ruder. Natürlich gibt es die Workaholics unter uns, welche so oder so dauernd arbeiten. Nur du bist vielleicht keiner… Daher musst du aufpassen Home-Office nicht mit Urlaub zu verwechseln. Denn stehe auf, wie wenn du ins Büro gehst und versuche die Arbeitszeiten so genau als möglich einzuhalten.

Klar ist es cool sich die Zeiten frei einteilen zu können. Du nimmst dir schnell mal eine Stunde frei und erledigst etwas. Oder der Waschmaschinentechniker kommt und richtet das wichtigste Gerät in der Wohnung her. Alles ist super. Aber du musst aufpassen am Ende des Tages, am Ende des Monats deine Stunden gearbeitet zu haben. Und wenn du nicht aufpasst, sind da gleich mal Minusstunden vorhanden. Vielleicht hilft dir hier ein interessantes Gadget (aus Österreich), dass ich seit Jahren gerne benutze: Zei° von timeular. Damit zeichne ich meine Arbeitszeiten mit Spaß auf und behalte gleichzeitig auch einen Überblick.

Das liebe Geld

Das liebe Geld

Einerseits sparst du dir sicher einiges, denn der Weg zur und von der Arbeit kostet Zeit und Geld. Auf der anderen Seite brauchst du auch ein wenig Kohle, wenn du zu Hause arbeitest. Strom, Café, Heizung, und, und, und. Denke auch daran, dass das liebe Finanzamt, dich hier nicht unterstützt. Also nicht jammern, wenn da irgendwas auftritt und es dich Geld kostet. Ich finde Home-Office so interessant, dass mir hier die steuerliche Absetzbarkeit egal ist und ich ja so oder so meine Wohnung heize und auch mal einen Café daheim trinke.

Stil ist nicht das Ende des Besens

Stil ist nicht das Ende des Besens

Home-Office wird gerne mit Ich arbeite auf der Couch gleichgesetzt. Das darf es nicht sein, sonst verlotterst du vollständig. Also aufstehen, Morgenroutine, ordentlich anziehen und ab in die Arbeit an den Schreib- oder Küchentisch. Nur so hast du selbst auch das Gefühl zu arbeiten. Wenn du im Pyjama oder der Jogginghose arbeitest, fühlt es sich wie freie Zeit an und das ist für deine Seele gar nicht gut.
Ich bin sicher einer, der gerne, viel und jederzeit arbeitet. Doch auch ich versuche mir so Trigger in das Leben einzubauen, welche mir das Gefühl geben Jetzt arbeite ich und Nun habe ich frei. Ich habe halt den Vorteil, dass ich zwischen den zwei Zuständen innerhalb von Minuten umschalten kann. Damit kann es für Außenstehende aussehen als ob ich dauernd arbeite. Ist nicht so. Ich kann mich für ein paar Minuten auf die Arbeit konzentrieren und entscheiden ob ich das jetzt sofort erledigen soll/darf/muss oder ob es warten kann. Und dann lege ich mir diese Tätigkeiten auf einen Zeitblock um sie ab- und aufzuarbeiten. Und nach diesem Block, kann ich wieder in den Freizeitmodus schalten und die Arbeit, Arbeit sein lassen.

Organisiere dich

Organisiere dich

Das ist auch einer der Dinge, welche eine Herausforderung sind. Bei mir ist es (noch) relativ einfach. Ich arbeite in einer IT-Firma und mache auch zu 90% alles elektronisch. Daher brauche ich Powerbanks, Netzteile, mein Notebook und ein Mobiltelefon (für einen Internetzugang, falls das WiFi gar nicht geht). Doch auch ich bereite mich für das Home-Office oder Moving-Office (wie wir das Nomadentum nennen) vor. Und was mache ich wenn ich kein Internet habe? Also immer wieder einen Schwung Arbeit haben, der auch offline erledigt werden kann.
Auch wenn du im Team arbeitest und immer wieder Kontakt zu den Mitgliedern deines (deiner) Team(s) brauchst musst du ein wenig nachdenken. Ich habe es relativ einfach gelöst (bekommen). Ich bin immer von zehn bis drei online (ist eine Vorgabe) und habe auch die Möglichkeit (bekommen) Videokonferenzen durchzuführen. Mit ein wenig Übung geht es am Notebook sehr gut und am Mobiltelefon noch ganz gut. Und durch die (sehr stark gewünschte) Videoübertragung ist auch der vorherige Abschnitt klar. Kommt doch blöd auf der Couch eine Videokonferenz zu starten.

Pass auf dich auf

Pass auf dich auf

Ja das meine ich wirklich ernst. Nicht jeder ist für Home-Office geeignet. Ja da müssen wir jetzt doch mal ehrlich sein. Die Veränderung in unserer (Arbeits)welt ist nicht für jeden gut. Und vielleicht muss auch nicht jeder gleich von Anfang an dabei sein. Und wir brauchen sicher auch Menschen die gerne von neun bis fünf (oder moderner 9 to 5) arbeiten. Home-Office löst die Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit auf oder lässt es noch stärker verwischen. Und daher musst du wirklich auf dich aufpassen!

Es ist hier sehr leicht, dass dich die Arbeit auffrisst und du das Gefühl hast, nie mehr wirklich frei zu haben. Oder du bist einfach dauernd in der Arbeit und kannst gar nicht mehr abschalten oder auf frei umschalten. Da hast du um 22 Uhr noch die Idee und setzt sie auch gleich noch um und dann grübelst du bis in der früh darüber nach und kannst kaum schlafen? Ein eindeutiges Zeichen! Also sobald du das Gefühl hast gar nicht mehr aus der Arbeit rauszukommen, lass das Home-Office lieber. Wichtig ist nicht nur der Arbeitgeber auch du bist wichtig. Für die einen ist Home-Office ein Segen für die anderen ein Fluch. Aber beide Seiten dürfen lieben, wie sie arbeiten.

Glückliche Menschen machen sehr gute Arbeit!
Aber gute Arbeite macht Menschen nicht glücklich!

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