Warum immer mehr Home Office vielleicht doch keine so gute Idee ist?
Gedanken . Life(style)

Endlich mehr Home-Office?

Der Gedanke beschäftigt mich jetzt schon einige Zeit. Alle reden ja immer von diesen super Möglichkeiten, die wir heute haben. Und wie super es nicht ist endlich im Home-Office zu arbeiten. Als Digitaler Nomade bin ich es gewohnt, irgendwo mein Notebook aufzuschlagen und loszuarbeiten. Ich habe noch dazu das Glück meinen Beruf zu gut 70% überall ausüben zu können. Passt doch perfekt fürs Home Office, oder doch nicht?

Oder warum immer mehr Home Office vielleicht doch keine so gute Idee ist?

Alle reden doch nur mehr davon. Und wie wichtig es ist im Arbeitsvertrag Home Office zu habe. Ohne geht es gar nicht und du bist dann nicht in der modernen Arbeitswelt angekommen.

Arbeitgeber sind oft gar nicht so begeistert!

Aus der Sicht des Arbeitgebers gibt auch die Vor- und Nachteile. Klar er braucht sich weniger Sorgen um die ganze Infrastruktur machen. Ist ja eh alles beim MitarbeiterIn und ob ich ihm/ihr jetzt einen Desktopcomputer oder ein Notebook gebe ist auch schon egal. Und wie sieht es mit den Ängsten aus? Ach im Home-Office sinkt die Produktivität! Das ist doch sonnenklar, denn da macht man schnell eine Pause und schreibt es nicht auf, sieht doch eh keiner. Ja, ja ein wenig Vertrauen braucht es schon. Auch die Kommunikation wird schwieriger. Das mag schon sein, aber in der heutigen Zeit findet sich dafür schon eine Lösung. Ich arbeite täglich in einem Team welches sich über Paris, Wien und Salzburg verteilt. Da ist es schon gleichgültig wo die einzelnen Personen wirklich sitzen, die Kommunikation ist nicht immer einfach.

Aber wie sieht es jetzt aus der Sicht des Heimarbeiters aus?

Ja absichtlich dieses Wort gewählt. Wenn du dich nicht an der Nase nimmst ist es nämlich wirklich keine gute Idee!

Wenn du nur Home Office arbeitest wird es mal ganz schwierig. Wir sind doch mal Herdentiere oder wie man sagt soziale Wesen. Wenn du deine Teammitglieder nie persönlich siehst, wird es schief gehen. Wir brauchen einfach den sozialen Kontakt, den gemeinsamen Café, den kurzen Plausch am Schreibtisch. Ohne all dem “kennen” wir unsere KollegInnen einfach nicht richtig.

Und schalte die Kamera ein. Das hübsche Profilbild hilft bei der ganzen Kommunikation einfach nicht. Wir brauchen alle die Gestik und Mimik unserer KollegInnen. Und außerdem… Du sitzt dann nicht in Unterwäsche am Boden oder liegst komplett verschlafen im Bett. Ach ja und zumindest ein Eck deiner Wohnung ist dann auch aufgeräumt. Mit dem Einschalten der Kamera legst du dir selber etwas auf, nämlich dich fertig für die Arbeit zu machen. Denn wenn du Home Office als einen Rückzugsort siehst, liegst du komplett falsch. Es ist einfach nur die Möglichkeit an einem anderen Ort dein Arbeit genauso konzentriert zu erledigen. Und dazu gehört auch ein gewisses Auftreten, für dich und als Respekt vor dir.

Und wenn du wie ein junger Hund jedem Schmetterling herjagst, dann lass lieber die Finger vom Home Office. Oder ein wenig netter ausgedrückt: Wenn du dich leicht ablenken lässt und dein Aufmerksamkeitsmanagement nicht sehr ausgeprägt ist, dann bist du einfach nicht für diese Art zu arbeiten geeignet. Es ist schon ein Kunst in vertrauter, lockerer Umgebung sehr konzentriert und fokussiert zu bleiben.

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